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Die wichtigsten Stationen meiner Karriere: Martin Göschel, The Alpina Gstaad

 

Ein Interview mit Martin Göschel, Executive Chef, The Alpina Gstaad:

Was waren die wichtigsten Stationen Ihrer Karriere und warum waren sie für Sie wichtig?
Um mit der Ausbildung anzufangen: diese habe ich im Hotel Restaurant Ritter in Durbach absolviert. Dort habe ich neben der Grundausbildung im Kochhandwerk auch den frankophilen Küchenstil erlernen. Um sich später in der Karriere weiter entwickeln zu können und sinnvoll kreativ zu arbeiten, sind fundierte Kenntnisse ausserordentlich wichtig. Weitere für mich wichtige Stationen während meiner Wanderjahre waren das Hotel Hotel/Restaurant Bareiss unter Claus-Peter Lumpp, Steinheuers Restaurant unter Hans Stefan Steinheuer, das Fährhaus Munkmarsch auf Sylt unter Juan Amador und das Restaurant La Table in Dortmund unter Thomas Bühner. Danach habe ich meine erste Küchenchef-Stelle im Varieté-Theater Tigerpalast in Frankfurt angetreten. Und von dort bin ich 2009 in die Schweiz gekommen. Erst als Küchenchef im Hotel Paradies in Ftan/Engadin und ab 2017 als Executive Chef im neuen Alpina. Als Executive Chef trage ich die Verantwortung Verantwortung für die Restaurants Sommet, MEGU, das Swiss Stübli, die Alpina Lounge, den Roomservice und den Bankettbereich.

Was haben Sie in diesen verschiedenen Karrierestationen gelernt und erfahren?
Vor allem in der Lehre habe ich den Grundstein für meine Küche, in der Basis französisch, gelegt. Obwohl meine Küche sehr viel leichter und moderner ist als die klassische französische Küche. Die moderne Küche habe ich bei Juan Amador und auch bei Thomas Bühner kennengelernt. Ich würde sagen, dass alle Stationen etwas in mir geprägt haben und ich dadurch die Möglichkeit bekam, meinen ganz persönlichen Stil zu entwickeln. Im Engadin habe ich mein Küchenkonzept «Chadafö unica» erarbeitet und den Fokus auf Spezialitäten aus der Region gesetzt.

Wer hat Sie jeweils am stärksten beeinflusst, von wem haben Sie gelernt?
Im Frankfurter Tigerpalast habe ich eine gute Teamführung und effektives abteilungsübergreifendes Arbeiten vom damaligen und heutigen Direktor Robert Mangold gelernt. In diesen fast neun Jahren formte ich auch meinen Kochstil und erhielt 1 Michelinstern und schon damals 18 Punkte Gault Millau.  Dieser Erfolg mit den gleichen Wertungen konnte ich in der Schweiz im Hotel Paradies Ftan fortsetzen. Und umsomehr bin ich stolz, dass dieser Schritt mit 18 Punkten Gault Millau und einem Michelin Stern auch im The Alpina geklappt hat.