10
Mai
YourGstaad Arbeitgeber

Tipps zur Bewerbung: Das Anschreiben

 

Auch heute noch, ob per Brief oder per Email oder auch bei mehr oder weniger formlosen Online-Bewerbungen ist das «Anschreiben» wichtig. Dazu gehört der Lebenslauf als tabellarische Zusammenstellung Eurer Ausbildung, Berufserfahrung und Kompetenzen. Dazu gehört aber auch das Bewerbungsschreiben oder Motivationsschreiben, aus dem der Empfänger lesen und spüren kann, was für eine Art Mensch Ihr seid, ob Ihr kommunizieren könnt, was Euch wichtig ist und warum Ihr Euch auf die betreffende Stelle bewerbt. Wir haben für Euch die wichtigsten Aspekte des «Anschreibens», zusammengestellt:

Grundsätzliches zum Bewerbungsschreiben:

Gebt dem Empfänger keinen Grund, Eure Bewerbung gleich auf den “Uninteressant”-Stapel zu legen. Dazu gehören

1. Rechtschreibung und Grammatik
Auch wenn Ihr in der Hotellerie oder Gastronomie keine Stelle als Deutschlehrer landen wollt, macht es einfach einen guten Eindruck, wenn Ihr korrekt schreiben könnt. Daher solltet Ihr das Anschreiben immer noch einer anderen Person zum Gegenlesen und Korrigieren geben.

2. Sauberkeit
Falls Ihr Euch per Post bewerbt, muss das Anschreiben sauber sein. Verknittertes Papier, Fettflecken, Kaffeeränder etc. sind No-Gos.

3. Anrede
In einem Stellenangebot steht meist der Name des Ansprechpartners. Aber auch wenn nicht oder wenn Ihr Euch ohne ein konkretes Angebot bewerbt: Wenn Ihr Eure Recherche online oder per Telefon gut gemacht habt, dann kennt Ihr auch den Namen Eures Ansprechpartners. Wer “Sehr geehrte Damen und Herren” schreibt, zeigt, dass er oder sie sich nicht mit dem Betrieb auseinander gesetzt hat und macht das ganze Motivationsschreiben unglaubwürdig.

Inhalt des Bewerbungsschreibens:

4. Motivation
Schreibt, warum Ihr Euch auf dieses Jobangebot bewerbt. Was ist das Besondere an der Stelle, am Betrieb und vor allem: an Euch selbst? Was habt Ihr gelernt und gemacht, das Euch für diese Stelle besonders geeignet macht?
Dieser Argumente solltet Ihr mit Angaben zu den dazu passende Berufs- oder Lebenserfahrungen, Kompetenzen und Skills untermauern.
Konzentriert Euch dabei immer auf das Wichtigste. Führt nicht alles auf, was Ihr je im Leben gelernt und gemacht habt, sondern fokussiert Euch auf das, was am Besten zur ausgeschriebenen Stelle und zum Betrieb passt. Der Inhalt sollte inklusive Briefkopf nicht länger als ein A4-Blatt sein.

Wichtig: Verschwendet keinen Platz und verzichtet auf Floskeln und Phrasen wie “mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen…“. Denkt daran, dass Arbeitgeber oder Personalverantwortliche viele Bewerbungen lesen müssen, um die passendsten herauszufiltern. Achtet in der Wortwahl auf den Inhalt des Stelleninserats. Kommuniziert klar und direkt.

Zum Abschluss fasst in einem Satz noch einmal Eure wichtigsten Attribute zusammen und schliesst dann mit einer Grussformel wie z.B: “Ich freue mich, von Ihnen zu hören. Für Fragen oder weitere Auskünfte stehe ich Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.”

Referenzen solltet Ihr nicht von vorne herein liefern, sondern bei Interesse des Stellenanbieters nachreichen oder zum Vorstellungsgespräch mitbringen. Fragt vorher Personen in passenden beruflichen Bereichen, deren Urteil Relevanz hat und die auch bereit sind, über Euch und Eure Fähigkeiten Auskunft zu geben. Das müssen nicht unbedingt direkte Vorgesetzte sein, auch wenn diese natürlich besonders glaubwürdig sind.

5. Lebenslauf
Der Lebenslauf listet in Tabellenform chronologisch rückwärtsgehend Eure Ausbildung, Berufserfahrungen und weitere Kompetenzen und Skills auf. Beschränkt Euch bei der Berufserfahrung nicht nur auf Eure jeweiligen Jobtitel, sondern nennt auch jeweils Euren Verantwortungsbereich und wenn zutreffend, besondere berufliche Erfolge oder Herausforderungen, die Ihr in der betreffenden Stelle erlebt oder gemeistert habt. Nutzt dabei aktive Tätigkeits-Worte.
Achtet darauf, dass keine zeitlichen Lücken bleiben und wenn Ihr Lücken hattet, dann erklärt diese auf möglichst nachvollziehbare und positive Weise. Mehrere Monate zwischen Jobs oder zwischen Ausbildung und Job sind z.B. nicht schlimm, wenn Ihr Euch in dieser Zeit auch weiter gebildet habt (z.B. auch durch Reisen) oder irgendwo ehrenamtlich etwas geleistet habt (solange es zur Stelle passt).

Auch Hobbies sind relevant, wenn sie zur Stelle passen oder Eure Fähigkeiten betonen.

Die Optik zählt: Der Lebenslauf soll einfach lesbar und übersichtlich sein. Dazu gehört ein normaler Zeilenabstand, sinnvolle Leerräume und Absätze zwischen Themen und eine gut lesbare, einfache Schrift und Schriftgrösse (z.B. Arial, 10-11)

Wenn Ihr Euch per Email oder online bewerbt, ladet Euer Motivationsschreiben und den Lebenslauf immer nur als .pdf-Datei hoch.

 

Viel Glück und Erfolg mit der nächsten Bewerbung!